Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Unser Herr Jesus Christus spricht:
Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf dass sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. 6 Wenn aber du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten öffentlich.
7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Darum sollt ihr so beten:
Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
[Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.]
14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.
Liebes Gemeindeglied,
heute schon gebetet? Reden mit Gott ist unser Kennzeichen als Christen. Dazu wollen wir uns immer wieder gegenseitig ermutigen, ermahnen und selber tun. Ohne Gebet, wenn man mit Psalm 127 sagen kann, baut der Maurer umsonst. Ohne Gebet wacht der Wächter umsonst. Es ist umsonst, dass ihr früh aufstehet und hernach lange sitzt, und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt Er’s während sie noch schlafen.
Unser Herr Jesus Christus verspricht es uns:
Matt 6:33 Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.
Matt 7:7f Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Darum legen die Apostel Paulus uns Petrus ans Herz:
Phil 4:6f Sorget nichts! sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!
1. Petrus 5:6f So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, dass er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn ER sorgt für euch.
So wollen wir uns im Gebet üben, heute im Gottesdienst, jeden Tag – morgens und abends und zwischendurch im Alltag, in der Gemeinde zusammen mit anderen und jeder einzeln. Reden mit Gott ist unser Kennzeichen als Christen. Ist das so?
Jesus ist unterwegs mit seinen Jüngern. Hier die erste öffentliche Rede wie Matthäus uns sie aufgeschrieben hat – die sogenannte Bergpredigt.
Es muss absolut faszinierend gewesen sein, mit Jesus zu sein. Die Brisanz seiner Worte, wie ER mit Humor seine Gegner entwaffnete, wie ER in die Herzen dringt mit Wahrhaftigkeit seiner Worte; wie ER Kinder berührte, Ausgestoßene in seiner Gemeinschaft hineinnahm und uns unübertreffliche Worte für alle Zeit mitteilte.
Die Bergpredigt beginnt mit den Seligpreisungen: Glückselig seid ihr, die ihr hungert und dürstet nach Gerechtigkeit – eure Herzen werden Frieden und Geborgenheit empfangen. Zehn Seligpreisungen. Dann seine Stellung zum Gesetz und wie Er selbst die Erfüllung ist aller Erwartungen Gottes. Dann einige Anweisungen im Umgang mit Zorn und Ärger, Umgang mit der Lust, über Ehescheidung und Rachegefühle, dann die wahre Gerechtigkeit in der Nächsten- und Feindesliebe.
In Matthäus 6 gehts dann weiter, wie du Gott antworten kannst mit deinen Gaben, Almosen geben, und nun das Gebet – das intimste Verhältnis mit deinem Schöpfer.
Da schildert unser Herr Jesus zuerst die bekannten Weisen, wie es nicht geschehen soll, und danach positiv wie das Gespräch mit Gott gelingen kann. Präzise auf den Punkt gebracht, spricht er von der Sehnsucht nach dem, den Jesus seinen Vater nennt.
Und das ist schon der erste Punkt, den wir heute mitnehmen: Das Gespräch ist persönlich, Person zu Person. Wie ein Vater mit seinem Kind spricht. In dieser Hinsicht können wir gewiss auch die Mutter nennen, mit welchem Zutrauen ein verletztes Kind zu der guten Mutter läuft und sie es in ihre Arme schließt. Vater – ist eine Familienbezeichnung. Jesus bezeichnet Gott fast durchweg mit Vater – mit der Ausnahme am Kreuz, als er ausrief: Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen?
Aber immer noch: “mein” Gott, und nicht irgendeine Gottheit irgendwo im Weltraum.
Wie ein Atheist mal in seiner Verzweiflung anfing zu beten: “Gott, wenn es dich gibt, rette meine Seele, wenn ich eine habe!” J Immerhin muss man ja zugeben – ein Anfang ist gemacht. Aber ihr versteht, es bedarf die Anerkennung zu dem hin, wer Gott ist, und was Gott tut. Er ist mein persönlicher himmlischer Vater.
Und ER hat Himmel und Erde geschaffen. Das ist der Grund, warum wir Gottesdienst feiern mit dem Ausruf: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat. Und nicht nur geschaffen hat, sondern auch mich da hineingestellt hat in diese Welt und 24/7 kontinuierlich sich um mich kümmert. Gott ist Person, ansprechbar, Er ist Kraft – beeinflusst den Verlauf der Weltgeschichte und ist mein Vater.
Das Vater Unser ist ein Gemeinschaftsgebet: Jesus sagt: wenn ihr betet, dann macht das wie folgt: Vater unser – Gemeinsam stehen wir vor Gott. Und wir besprechen das Vater unser gerne Bitte-für-Bitte im Lehrgottesdienst und Konfirmandenunterricht; und da lernen wir auch gemeinsam vor Gott zu stehen.
Aber Gott fängt mit jedem einzelnen an, mich anzusprechen. Gott ruft mich: du Klaus, Tante Klara, Petrus, Susanne, Phillimon, ICH möchte mit dir ein unendliches Gespräch anfangen. Hörst du meine Stimme? – dann antworte mir doch. Ich warte auf dich…
Und dann fange ich an zu reden wie mit einem Freund, wie ein Kind mit seinem Vater, frei und unbeschwert: Vater, behältst du noch als ich neulich zum Dorf fuhr und das Auto diesen spitzen Stein traf … och, war ich doch bisschen beleidigt, dass der Reifen abblies. Da musste ich meine schöne gewaschenen Hände ordentlich schmutzig machen, Ersatzreifen raus, Wagenheber, Reifen ab, Reifen dran, wieder runterdrehen, alles einpacken. Ah, wie sollte ich da dem nächsten Besuch die Hände geben? Behältst du noch, Gott?
Tja, denke ich bei mir selbst, wie mein Herr wohl antworten würde? Vielleicht würde er antworten: „Ja, für dich musste ich auch meine Hände schmutzig machen. Ich musste deine ganze Sünde auf mich nehmen – da ging’s mir ganz schöne dreckig.” Ja, stimmt, denke ich, mein bisschen Dreck an den Händen war gar nicht so schlimm; bin ja froh, dass ich weiter fahren konnte. … so im Gebet erzählen, mit meinem Vater.
Jesus erklärt, wogegen mich das Gebet schützt und wozu es hilf.
Heute darf ich mal drei Punkte hervorheben, wie das richtige Gebet hilft.
(1) Erstens suche ich das Gespräch mit meinem himmlischen Vater und erzähle IHM, was mit mir passiert. Dabei brauch ich es nicht auch noch Piet und Jan und Tante Susanna auch noch vorzujammern. Was suche ich Mitleid von anderen, die sowieso nichts mit meiner Story anfangen können, außer zu sagen: ach shame, oder: gut gemacht, oder: nächstes Mal aber besser gucken, wo du fährst. Hört ihr, das Gebet mit Gott hilft gegen Hochmut und Afterreden (skinnern).
Jesus sagt: ihr sollt nicht machen wie die Heuchler, die gerne auf den Markt stehen, wo sie gesehen werden und beten. Warum wollen sie gesehen werden? Damit die Menschen gut von ihnen denken: Bravo, das ist aber ein guter Beter! Wahrlich sagt Jesus: sie haben ihren Lohn dahin. Wir stehen zwar nicht auf dem Markt aber wir gehen ans Telefon oder erzählen unsere Stories alle möglichen Leute oder auf social Media. Wofür? Erzähle es deinem himmlischen Vater, der will es hören und freut sich über was auch immer du IHM mitteilst.
(2) Zweitens wenn ich meine Geschichte Gott erzähle, bin ich dabei, es in mir selbst zu verarbeiten. Es tut einfach psychologisch gut, die Gedanken einzuordnen und nochmal zu durchdenken. Dann verlieren die ängstlichen Gedanken oder auch Ärger-Gefühle ihre Schrecken. Und wenn du meinst, du brauchst mehr als nur ein Gespräch mit Gott, dann such dir einen guten Freund oder gute Freundin und erzähle es ihm oder ihr im Vertrauen. Aber beginn mit deinem himmlischen Vater.
Jesus sagt: dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten öffentlich. ER wird was draus machen. Überlass es IHM. Und das trifft jetzt nicht nur zu auf eine “platten Reifen” Geschichte, sondern irgendwelche Schwierigkeiten, womit du dich abmühst. Vielleicht ist es ein schlechter Boss, oder rebellische Arbeitnehmer, mit denen du einfach nicht fertig wirst, immer Trouble, immer Probleme – dann besprich und durchdenk das erst in der Gegenwart mit deinem Himmlischen Vater.
Und während du betest, bringt dich Gott auf gute Gedanken – probiere doch dieses, denn du weißt, ich der Herr, dein Gott, gehe mit dir.
Oder wie z.B. mit einer Krankheit: lieber Vater, ich bekomme immer schreckliche Kopfschmerzen und weiß nicht warum? Ich esse schon richtig und trinke Wasser und zieh mich warm an und setze immer eine Maske auf. Was sagst du denn, mein himmlischer Arzt? Da sagt ER vielleicht: ich habe einen Helfer auf Erden gesetzt: da ist ein Arzt, eine Ärztin, die darfst du auch fragen. Aber zuerst mit Gott die Dinge durchsprechen, durchdenken, manchmal durchringen…
(3) Drittens, wenn ich meine Geschichte Gott erzähle, sagt Jesus, der himmlische Vater sieht nicht nur ins Verborgene, in deine Seele, sondern: Er wird dir’s vergelten öffentlich. Er wird was dran tun.
Wir haben als Normalbeter oft ein Problem mit dieser Verheißung: Gott hält nicht sein Versprechen; es tut sich ja nichts. Im Gegenteil, ich habe, was auch immer, z.B. heute Morgen gebetet: Bitte behüte mich auf der Fahrt nach Paulpietersburg – und dann bekomme ich ein platten Reifen. Es geht mir eigentlich viel schlechter. Lieber Gott, was ist los?
Tatsache ist: Gott erhört immer unser Gebet. Da gibt es drei mögliche Antworten von Gott:
(1) Entweder sagt Gott: Ja, das ist das Gebet im Namen meines Sohnes, was ihr auch bittet in meinen Namen, das wird euch widerfahren.
(2) Oder Gott sagt: Nein. Dann hat er meistens was Besseres im Sinn, denn ich traue es IHM zu, dass ER es besser weiß als ich. Da bete ich z.B. für gute Gesundheit … und werde doch mit Krankheit befallen. Und ich ärger mich bisschen über Gott, dass Er nicht so genau hingehört hat, was ich gebetet habe. Und bete nochmal: “Lieber Gott, Gesundheit, keine Pillen, keine Schmerzen, nur frische, gesundes Fleisch und starke Knochen.” Aber es wird schlimmer. Und ich kann mich nicht richtig bewegen und fange an zu zweifeln: Lieber Gott, was habe ich denn falsch getan? Was soll ich denn noch tun, damit mich erhörst?
Seht, jetzt werde ich hellhörig, ich ringe mit Gott, ich werde sensitiv für seine Stimme. Da gibt es so viele Stellen in der Bibel, die bezeugen: Gott will uns im Leiden begegnen, in den Schmerzen will er seine Herrlichkeit offenbaren. Es kann sein, dass ich IHM das nie geglaubt habe – wie soll Leiden und Herrlichkeit, Schmerzen und Genügsamkeit zusammenpassen?
Ich werde nicht vergessen, wie viele von euch zu Senta hier in die Berge gefahren sind; sie wollten Trost und vermitteln und vielleicht eine Gabe oder zwei abliefern, und so viele sagten mir: sie kamen gestärkt wieder zurück. Die Leiden waren also nicht nur für die kranke Person selbst, sondern haben Heilung bei anderen gewirkt. Gott sieht das ganze Bild.
Und bitte, ich sage nicht: Gott will das Leid. Sondern: ER macht was draus. Er hat sein volles JA zu mir gesagt in Jesus Christus, in Erlösung und Seligkeit. Daran zweifele ich nicht. Aber Gott kann manchmal NEIN sagen zu meinen Gedanken, wie ich mir eine bessere Welt vorstelle.
(3) Die dritte Antwort, die Gott auf unsere Gebete oft gibt, ist: noch nicht jetzt, zu meiner Zeit und auf meine Art. Da betet vielleicht ein Student: Lieber Vater, ich habe hier appliziert für ein Job, ich brauch diese Arbeit dringend, um meine Schulden zu bezahlen, und und und… Aber der Student bekommt nicht die Arbeit, ist verzweifelt und fragt Gott: Warum? Und eine Woche später ruft ein Bekannter in der Gemeinde an: ich höre, du hast fertig studiert; ich brauche genau diese Fähigkeit in meiner Firma; willst du kommen?
Gott geht mit jedem seinen Weg; jeder von uns wird in die Schule Gottes genommen.Viele unter uns können von den verschiedensten Gebetserhörungen zeugen – entweder: ja, oder nein, oder noch nicht. Aber es beginnt in der Stillen Kammer, in deinem Gespräch mit deinem himmlischen Vater. Und was aus der Stille kommt, wird sich in der Öffentlich zeigen.
Haben wir’s noch nicht begriffen, sagt unser Herr Jesus noch einmal: ihr braucht nicht viele Worte machen. Gott hört uns. Paulus sagt es noch eindrücklicher im Römerbrief: wir haben oft nicht die richtigen Worte zu beten, aber der Geist Gottes erforscht die Herzen und kennt die tiefen Seufzer und ER, der Heilige Geist, bringt unser Gebet vor Gott und vertritt uns mit seinem unaussprechlichen Seufzen.
Jesus sagt: Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Unsere Gebete sind nicht dazu da, um Gott zu informieren; ER weiß schon, was los ist. Aber das Gebet will unser Herz. Es soll IHM zugewandt sein, hin zu Gott, mit aufrichtigem, ehrlichen Herzen. Und wo Sünde zwischen mir und Gott steht, soll sie bereinigt werden, wo ich bitter bin oder Rachegefühle habe, wo ich auch gegenüber Gott manchmal einfach enttäuscht bin, will ER es hören. Es beginnt in der Stille, aber es hat öffentliche Auswirkung.
Und ganz gewiss spielt die Gemeinschaft der Heiligen, die christlichen Freunde eine große Rolle, wie wir füreinander bei Gott eintreten, einander tragen und durch diese Zeit begleiten hin zur großen Ewigkeit. Was für ein Vorrecht, so beten zu dürfen: Vater Unser … Amen.
Und der Friede Gottes, der höher ist als aller Verstand bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unseren Herrn. Amen.
Wochenspruch
Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66, 20
Introitus – Nr. 36 (Johannes 16, 24b; Psalm 95, 1 – 2)
Epistel
So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.
1. Timotheus 2, 1 – 6a
Hauptlied
Zieh ein zu deinen Toren 221
Vater unser im Himmelreich 399
Evangelium
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben. Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei. Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Zeit, dass ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater. [Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus und nicht mehr in Bildern. Nun wissen wir, dass du alle Dinge weißt und bedarfst dessen nicht, dass dich jemand fragt. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubt ihr? Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, dass ihr zerstreut werdet, ein jeder in das Seine, und mich allein lasst. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.] Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Johannes 16, 23b – 28 [29 – 32] 33
liturgische Farbe: weiß
Festzeit: Österliche Freudenzeit
Wochenspruch: Ps 66,20
Wochenpsalm: Ps 95
Eingangspsalm: Ps 118
Epistel: 1. Tim 2,1-6a
Evangelium: Joh 16,23b-28 (29-32) 33
Predigttext: Lk 11,5-13
Wochenlied: 133 und 344
Erklärung zu den Perikopen:
Die biblischen Predigttexte sind aufgeteilt in die Perikopenreihen I bis VI. Jede Reihe gilt – beginnend mit dem 1. Advent – fortlaufend für ein ganzes Kirchenjahr (aktuelle Reihe = III). Die einzelnen Reihen haben verschiedene Schwerpunkte (Evangelien, Briefe usw.).
I(Evangelium): Joh 16,23b-28 (29-32) 33
II: 1. Tim 2,1-6a
III: Lk 11,5-13
IV: Kol 4,2-4 (5-6)
V: Mt 6,(5-6) 7-13 (14-15)
VI: 2. Mose 32,7-14
