PROJEKT VRYHEID

Worum geht es in der Gemeinde? Im einleitenden Absatz betonen wir das TEILHABEN – an Christus und an der Öffentlichkeit. Nun sehen wir uns als Lüneburger Gemeinde eingebettet in die Glaubensfamilie der FELSiSA. Da hat unsere Nachbargemeinde Vryheid einen Ruf erklingen lassen: 

Komm herüber und hilf uns! (nach Apg 16,9).

Der Anlauf: Seit Jahren schrumpft die Petrus-Gemeinde in Vryheid. Die Umgebung, wo das Kirchgebäude steht, verändert sich demographisch. Im letzten Jahr stand die Gemeinde vor der Wahl: (1) entweder werden sie pastoral weiterhin versorgt von New Castle (Pst. T. Beneke), Uelzen (Pst. M. Hiestermann) und Pst. i. R. H. Niebuhr, bis die Zahlen so weit schrumpfen, dass sie schließen müssten. Oder (2) sie berufen einen vollzeitigen Pastor aus der FELSiSA (wir erfahren z. Z. Pastorenmangel). (3) Oder sie werden eine Missionsgemeinde. Die Gemeinde Vryheid hat sich für (3) entschieden.

Weitere Gespräche fanden statt mit (1) dem FELSiSA-Ausschuss, (2) der LKM / MLC Mission und (3) den umliegenden Gemeinden, einschließlich Lüneburg. Die Mission erklärte sich bereit, einen Missionar, Tobias Schütze, zur Verfügung zu stellen für 5 Jahre, wenn die FELSiSA und umliegenden Gemeinden mit unter die Arme greifen. Die FELSiSA sagte zu, dass der Missionar in die Struktur aufgenommen werden kann und dass man sich nach finanzieller Unterstützung umschauen wird. Unsere Gemeinde Lüneburg hat sich auf der Gemeindeversammlung am 14. März entschlossen, im Prinzip diese Entwicklung zu unterstützen.

Die Unterstützung beinhaltet hauptsächlich (1) Gebet (immer wieder im Bewusstsein halten), (2) Personal zur Verfügung stellen – wahrscheinlich über das Missionskomitee – und (3) finanzielle Unterstützung. In diesem Jahr werden wir R 120.000 aus der Missionskasse dorthin fließen lassen; weitere Anfragen sind noch unklar.

Mit diesen Zusagen (1) von der Gemeinde Vryheid, (2) von der Mission, (3) von der FELSiSA und (4) von den umliegenden Gemeinden sind die Voraussetzungen gegeben, dass Missionar Dr. Tobias Schütze sich wahrscheinlich Anfang Juli 2026 in Vryheid ansiedeln kann. Hauptaufgabe wird für ihn sein, in Englisch und Deutsch in Vryheid missionarisch tätig zu sein. Zusätzliche Aufgaben werden sein, in den umliegenden Gemeinden missionarische Impulse zu geben (Paulpietersburg Englisch), beim LTS in Pretoria ein bisschen auszuhelfen und kleinere Anfragen anzunehmen – wie z. B. Missionsfeste, Rüstwochen oder Vorträge zu halten. Zur Hilfe bei den Aufgaben und um sich in Vryheid zurechtzufinden, wurde ein „Steering Committee“ ins Leben gerufen – das ist ein Team unter Leitung von Missionar Thomas Beneke, Vorsteher von Vryheid, Freiwilligen, und auch von Lüneburg sind zwei Leute dabei. Die Teilnehmer kamen sehr begeistert von dem ersten Treffen wieder. Da gibt es viele Möglichkeiten in Vryheid – Kindergarten, Interessierte, Äthiopier, Geschäftsleute usw.

Bitten wir den Herrn der Ernte, dass ER Arbeiter sende in seine Ernte – und hier kommt jemand. Mögen auch wir in Lüneburg etwas davon spüren, wie Paulus im Korintherbrief schreibt: Gott wird euch so reich machen, dass ihr jederzeit freigebig sein könnt, was durch uns wieder zum Dank an Gott führt. Denn die Hilfeleistung, die in diesem „Gottesdienst“ besteht, hilft nicht nur dem Mangel der Heiligen ab, sondern bewegt darüber hinaus viele Menschen zum Dank an Gott. Wenn ihr euch in diesem Dienst bewährt, werden sie Gott dafür preisen, dass ihr euch gehorsam zum Evangelium von Christus bekannt und ihnen und allen anderen so freigebig geholfen habt. Sie werden für euch beten und wären gern mit euch zusammen, weil Gott euch seine Gnade in so überreichem Maß erwiesen hat. Gott sei Dank für seine unsagbar reiche Gabe! (2. Kor 9,11-15)

Pastor Klaus