26 Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt. 27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: “Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber”? 28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. 29 Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. 30 Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; 31 aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. Jesaja 40,26-31
Liebe Gemeinde,
für mich sollte dieses Wort eigentlich nur SO stehen bleiben, wie es ist. Es ist wie ein Michael Angelo Kunstwerk oder eine Bach Musik-Komposition – irgendein Hammerschlag zu der Marmorstatur ist zu viel; irgend eine Note herausnehmen, lässt eine Lücke entstehen. Lies das Wort so, wie es da steht – wieder und wieder und wieder.
Jedoch darf man auch Michael Angelos Meisterwerk betrachtend interpretieren oder sollte man Bachs Musik-Zusammensetzung der Noten auslegen zum besseren Verstehen. Und schon bedarf es viele Stunden des Redens. Manche Kunstwerke sollte man einfach nur erleben, nicht zerreden.
Zugegeben, schon in dem Erleben eines Kunstwerkes schleicht sich der Wurm des Missverständnis hinein und nicht selten werden ja auch Meisterstücke für eine andere Ideologie missbraucht. So ist es doch notwendig, auf einige Punkte hinzuweisen …
Dies ist einer der beliebtesten Verse in der ganzen Bibel: Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Da erhebt so mancher religiöser Mensch den Arm und ruft selbstsicher: Yes, we can! Ähnlich wie Paulus in seinem Philipperbrief schreibt: Ich vermag alles, durch den der mich mächtig macht, Christus! (Phil 4:13) Und man hört die Worte heraus: ICH vermag alles; ich bin mächtig! So etwa hört man hier die Zauberformel: ICH, der ich auf den Herrn harre, ICH fahre auf, ich laufe, ich wandle und werde nie müde. Yea! Ich habe power.
Und genau das Gegenteil ist gemeint – hier steht: ich liege am Boden und bin total kaputt; meine Kräfte sind entschwunden; alle Energie ist entwichen; nur noch eine kleine Zeit und der Tod tritt ein.
Und da wir gerade von Karfreitag her kommen, darf ich die Worte unseres Herrn Jesus hinzunehmen, wie ER am Kreuz hechelt: Mich dürstet! = Ich bin am Verdursten. Nicht nur äußerlich, körperlich durchziehen alle Schmerzen seine Glieder, wobei seine Zunge am Gaumen klebt, sondern auch innerlich ist sein Gemüt zerschmettert: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ – hören wir sein tiefes Seufzen. Tiefer kann kein Mensch fallen als ER gefallen ist.
Und woher kommt das? Wer hat das verursacht?
Da lesen wir in diesem gleichen Kapitel, Jesaja 40, kurz vorher die verdammenden Worte: Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des Herrn Geist bläst darein. Ja, das Volk ist das Gras. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; aber das Wort unsres Gottes bleibt ewiglich. (Jes 40:6-8)
Nochmal: Wer hat das verursacht? Antwort: der Geist des Herrn! – ist wie der heiße Wüstenwind (vgl. Ps 103:15f). Wenn die Hitzewelle über die zarte Blume pustet, so ist sie in kürzester Zeit versengt; wie Psalm 90:7 es sagt: Das macht dein Zorn, dass wir so vergehen, und dein Grimm, dass wir so plötzlich dahinmüssen. Denn unsere Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht.
Das ist der dunkle Hintergrund zu diesem leuchtenden Kunstwerk. Es ist der Herr, der den Lebensatem zurücknimmt, sodass der Mensch wieder zerfällt zu Staub, von dem er genommen wurde. Und es ist der gleiche Herr, der seinen Lebenshauch in den Menschen hinein haucht, sodass der Mensch wird zu einer lebendigen Seele. Ja mehr noch, sodass der Mensch wird zum Ebenbild Gottes.
Und nun ist der Aufruf: Schau auf diesen Gott und sein Werk! ER ist schon dabei, sein Werk in dir zu tun.
Zuerst ist Israel angesprochen in der babylonischen Gefangenschaft. Sie sind weit weg vom gelobten Land. Der Tempel ist zerstört – sie haben keine Anbetungsstelle mehr. Zigtausende sind umgebracht worden; nur ein kleiner Rest hat überlebt. Sie haben keine Rechte; total ausgeliefert an die Weltmächte der Babylonier und später der Perser. Verachtet und zum Spott geworden würden sie bald ganz von der Landkarte ausradiert werden.
Jedoch der kleine Rest erinnert sich an die „gute“, alte Zeit. Und sie fragen sich: Hat uns Gott denn ganz vergessen? Sind die Götter Babyloniens nicht doch stärker? Sollen wir unsere Identität aufgeben? Gibt es noch irgendwas zu hoffen?
Da hinein spricht dieses kraftvolle Wort: Schaut auf diesen Gott JAHWE und sein Werk. Und fangt bei der Natur an – schaut in das weite Himmelszelt, die vielen tausenden, Millionen von Lichtpunkten. Wir wissen heute, dass die meisten von ihnen weitere Galatien sind, Milliarden und aber Trillionen von Sonnen existieren im unüberschaubaren Weltall. Und Gott sagt: das ganze Universum halte ich wie einen kleinen (Tennis)ball in meiner Hand (Jes 40:12). Ich kenne jeden Stern und jeden Planeten bei Namen. Da ist keins zu viel oder zu wenig. Alles ist mein Kunstwerk, geschaffen zu meiner Herrlichkeit. Alles habe ich unter Kontrolle.
Wie fragst du denn, Israel, ob ich dich vergessen habe? Da ist unendlich viel Energie im Kosmos. Meinst du nicht, dass ich dir unbegrenzte Kraft geben kann?
Bisschen weiter in Jesaja 43:1 spricht Gott noch deutlicher: So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Ich, Gott Jahwe, der Herr der Heerscharen, ICH gebe dir Kraft, wie sie niemand erwartet hat. Da sind andere, von denen man erwartet hätte, sie sind muskulös und könnten lange aushalten; aber sie werden schnell energielos. 30 Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; 31 aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Das Wort „kriegen neue Kraft“, ist gemeint wie: „erneuern“ oder „auswechseln“. Nicht mehr meine Kraft gilt, sondern hier kommt was ganz Neues in mich hinein, was mir von Ausserhalb gegeben wird.
So ergeht es denen, „die auf den Herrn harren“! Das Hebräische Wort bedeutet in der Tat „aushalten“, aber mehr noch: „warten“ oder „zusammenbinden“, sich hofnungsvoll verlassen auf IHN. Das ist der Glaube, der sich ganz in Gott hineinwirft.
Darum passt das Bild des Adlers so gut, wenn wir von der Haltung des Glaubenden sprechen. Man sagt, dass, wenn ein Sturm aufkommt, ein Adler sich nicht versteckt und keinen Schutz sucht, sondern er wartet bis der Wind richtig pustet. Dann stürzt sich der Adler in den Wind hinein, bereitet seine Flügel aus und lässt sich durch den Sog der Winde hoch hinaustragen bis über die Wolken. Während unter den Sturm braust, triumphiert der Adler über den Strum.
So ist die Haltung des Gläubigen, der Gottes Gericht kommen sieht. Ja, die Strafe Gottes über die Sünde ist vernichtend. Aber der Gläubige weiß, dass der richtende Gott zugleich auch der rettende Gott ist. Der Gläubige wirft sich voller Vertrauen in Gottes Arme und schreit: Gott sei mir Sünder gnädig! Denn unser Gott ist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Treue und Güte. Diese Gnade wird den reuevollen Sünder emporheben über das Gericht. Und während der Zorn Gottes sich auf Golgatha auswütet, so wird der Sünder errettet über dem Urteil Gottes.
So machen es auch die Psalmendichter. Sie erkennen Sünde und Strafe als von Gott gerechtes Handeln. Und gleichzeitig fliehen sie zu seiner grundlosen Barmherzigkeit, suchen und bitten um Gnade: Gott sei mir Sünder gnädig!
Und Gott in seiner Liebe vergibt die Schuld. Mehr noch: ER schenkt neue Kraft. Ich als begnadigter Sünder darf aufstehen, ich darf leben!
Und nun ist hier in Jesaja 40:31 eine interessante Reihefolge: …die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Wir würden eine umgekehrte Reihenfolge erwarten: erst gehen, dann laufen und dann aufsteigen wie zum fliegen. Aber es ist genau richtig hier eine Steigerung gemeint: Wer fliegt, steht ja über den Dingen. Und wer läuft, bei dem gehen die Ereignisse des Alltags schnell vorbei. Aber wer wandelt, der hat es mit der harten Wirklichkeit zu tun. Ich meine (ich kann es nicht ganz sicher sagen), es geht hier um den Lebenswandel. Es geht um DAS, was wir Stunde um Stunde tun. Es sind ja die kleinen Dinge, die uns die Energie rauben könnten. Aber es sind gerade die hier-und-jetzt Aufgaben, in der sich der Glaube bewährt.
Aller drei Bilder treffen zu: Wir stehen als Gläubige mit Gott über den Dingen; wir haben mit Gott die Übersicht über die geschichtlichen Ereignissen. Doch, wir sind auch Teil des zeitgeschichtlichen Rennens. Und wir bewähren uns in den alltäglichen Aufgaben.
Je länger wir uns in diesem Wort vertiefen, desdo mehr wird uns klar: SEINE Kraft ist den Schwachen mächtig. Dieses Wort gilt, wenn wir selbst unsere Schwachheit am eigenen Körper spüren. Da gibt es Krankheit, Depressionen, Niedergeschlagenheit. Ganz klar, wir dürfen uns auch Rat holen bei Ärzten und Psychologen. Aber ihre Hilfe ist begrenzt und von anderer Art, als wie Gott seine Hilfe für uns bereit hält.
Dieses Wort gilt, wenn wir verunrechtet und ausgebeutet werden. Ungerechtigkeit kann einem alle Energie zapfen. Wir werden wütend oder schlagen um uns mit Rachegedanken und mit Rechtsanwälte. Aber ihre Hilfe ist ebenfalls begrenzt und von anderer Art, als wie Gott uns seine Hilfe bereit hält.
Dieses Wort gilt, wenn wir auch in der Kirche verletzt und enttäuscht wurden. Sind es nicht manchmal diejenigen, von denen man Liebe und Barmherzigkeit erwartet hätte, die andere verurteilen und ignorieren? Da greifen einige zum Kirchenrecht oder drohen mit Austritt oder ziehen sich einfach zurück. Nein, solche Scheinlösungen sind oft entweder wie Bezin aufs Feuer – dass man sich noch mehr streitet. Oder wie Wasser, dass das Glaubensleben ganz erlischt. Gott Wort bietet uns eine andere Hilfe an:
Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Auf den Herrn harren, bedeutet: ich fliehe zu seiner grundlosen Barmherzigkeit, suche und bitte um Gnade: Gott sei mir Sünder gnädig! Ich stürze mich in den Sturm hinein, wie der Adler, und vertraue nicht auf meine Klugheit, sondern erbitte Gottes Weisheit. Ich laufe weiter mit, wie Gott es mir im Gebet und seinem Wort zeigt. Ich tue meine Aufgabe in der Liebe, wie Gott mir seine Liebe schenkt.
Und dann geschehen die Wunder, wie sie niemand erwartet hatte: Da vergibt einer den anderen im Namen Jesu – und sie können weiter machen. Da greift einer dem anderen unter die Arme, wo jeder gedacht hatte, die sind doch Feinde – und aufeinmal können sie wieder einander in die Augen schauen. Da segnet einer den anderen, und das Leben kann sich wieder entfalten. Es geht weiter und weiter, Tag für Tag, in guten wie in schweren Zeiten. Gottes Kraft wird in den Schwachen mächtig.
Und noch ein Letztes. Dieser wunderbarer Vers wird uns im Licht der Auferstehung Jesu gegeben (am Sonntag Quasimodogeniti). Eines Tages wird tatsächlich unsere Energie ermatten. Eines Tages wird unser Leib schwach und matt. Eines Tages wird das Augenlicht erlöschen und der Tod wird alles zum Erliegen bringen.
Auch dann gilt dieses Wort, aber nun gefüllt mit noch mehr Erkenntnis, als es Israel damals haben konnte. Wieder gilt der Aufruf: Schaut auf Gott uns sein Werk! Wir schauen nicht mehr in den Himmel und die Sterne. Wir schauen auf das Kreuz und auf das leere Grab. Da † hat Gott sein Werk getan. Da hat sich Christus am Kreuz ganz auf Gott verlassen: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! Und Gott hat sein Wort an IHM bewähren lassen. Christus ist auferstanden und seine Kraft ist grenzenlos.
Darum fragen wir etwas anders: Weißt du nicht? Hast du schon vergessen, was Gott tut? Menschen sterben und sinken in das Grab. Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auferstehen und leben. Nicht nur eines Tages, sondern jetzt schon ist dieses Wort dabei, in erfüllung zu gehen. Du bist Gottes Ebenbild. Du bist sein Meisterwerk. Weil der Herr Christus auferstanden ist – er ist wahrhaftig auferstanden! – darum gilt: die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Amen.
Und möge der Frieden und die Kraft, die allen Verstand übersteigt, eure Herzen und Gedanken halten in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.
Wochenspruch
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. 1. Petrus 1, 3
Introitus – Nr. 32 (1. Petrus 2, 2; Psalm 81, 2)
Epistel
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit. Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit
1. Petrus 1, 3 – 9
Evangelium
Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich’s nicht glauben. Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! [Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.]
Johannes 20, 19 – 29 [30 – 31]
- liturgische Farbe: weiß
- Festzeit: Österliche Freudenzeit
- Wochenspruch: 1. Petr 1,3
- Wochenpsalm: Ps 116
- Eingangspsalm: Ps 118
- Epistel: 1. Pet 1,3-9
- Evangelium: Joh 20,19-29
- Predigttext: Joh 21,1-14
- Wochenlied: 102
Erklärung zu den Perikopen:
Die biblischen Predigttexte sind aufgeteilt in die Perikopenreihen I bis VI. Jede Reihe gilt – beginnend mit dem 1. Advent – fortlaufend für ein ganzes Kirchenjahr (aktuelle Reihe = III). Die einzelnen Reihen haben verschiedene Schwerpunkte (Evangelien, Briefe usw.).
- I(Evangelium): Joh 20,19-29
- II: 1. Pet 1,3-9
- III: Joh 21,1-14
- IV: Kol 2,12-15
- V: Mk 16,9-14 (15-20)
- VI: Jes 40,26-31
