Karfreitag 2026

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes ist mit uns allen.

Am Strand stehen zwei Personen, die sich nicht kennen, unabhängig und bewundern einen Sonnenuntergang. Staunend beobachten sie die orange-goldenen Farben und über dasfarbenfrohe Schöpfungsereignis. Still und schweigend stehen sie da, bis der letzte Sonnenstrahl hinter dem Horizont verschwand. Noch ein bisschen bleiben sie einfach ruhig stehen und lassen den Augenblick auf sich wirken. Dann, als einer sich umdrehte und gehen wollte, sieht er wie der zweite Mann immer noch in Richtung Westen starrte, und fragte ihn: “Das war wunderschön, nicht wahr? Du musst ein Künstler sein, der jetzt sicher inspiriert wurde, um ein nächstes Kunstwerk anzupacken?” fragte er den zweiten Mann. “Nein”, antwortete der zweite Mann: “Ich bin ein einfacher Klempner, aber ich war fünf Jahre lang blind. Heute sehe ich zum ersten Mal wieder nach der gelungenen Operation – welch ein Vorrecht ist es, das sehen zu dürfen.”

Wir schauen heute alle das Kreuz. Was für ein Privileg, das sehen zu dürfen! Etwa sechs Stunden lang war die Menschmenge zusammengescheucht und starrte auf den Gekreuzigten. Es ist kein schöner Sonnenuntergang, sondern eine blutige Angelegenheit. Manche wollen es gar nicht hören, also was soll man sich anschauen?

Sie nennen ihn Karfreitag – in Englisch sogar „Good Friday“ – aber was ist „Gutes“daran? „Kar“ in Deutsch bedeutet: Klage, Trauer, Weinen. Man muss das Kreuzbeobachten, als würde man das Kunstwerk zum ersten Mal sehen. Du siehst zwar mit den Augen, du liest die Schrift, du hörst die Worte … aber du wirst nur mit den Augen desHerzen verstehen können, was da passiert. Wie sollen wir das erklären? Wie kann man mit Worten sagen, was wirklich dort passiert ist?

Paulus erklärt: Dort gibt Gott sein Herz. Dort wirbt Gott für dich und mein Herz. Dort stirbt der Sohn des Menschen, um jedem Menschen das Leben zu schenken.

Lasst uns einen kurzen Überblick über unseren Textabschnitt geben. Paulus ist in die Enge getrieben. In diesem Abschnitt des sogenannten zweiten Briefes an die Korinther verteidigt er sich gegen jene, die Paulus verlästern und beschuldigen: “Was sucht dieser Schwätzer bei uns? Lass ihn einfach gehen; ignoriert ihn. Er predigt nur, um Geld zu machen. Wir sind nicht an Paulus interessiert.” – so argumentieren einige von ihnen in der Gemeinde.

Paulus jedoch zieht sich hier nicht wegen der Beleidigungen in seinem Schneckenhaus zurück. Nein, er schreibt mit Überzeugung, denn in diesem Fall, wenn er persönlich angegriffen wird, wird die Botschaft ebenfalls angegriffen. Und jetzt bezieht er sich erneut auf die Hauptsache, worum es überhaupt im christlichen Glauben geht. – das Kreuzesgeschehen. Schaut auf IHN! Dort könnt auch ihr Gottes Herz erkennen:

(Predigttext vorlesen)

Liebe Gemeinde,

Hör dir an, was Paulus vom Kreuz auf Golgatha sagt: Dort erklärte Gott Jesus zum Sünder: Du, Jesus, bist der Repräsentant der Menschen, der Menschensohn. Du bist nun der Sünder aller Sünder! Wörtlich heißt es: Gott hat Jesus zur Sünde erklärt.

Warum denn das? Jesus, ein Sünder? Wenn es jemals einen Mann auf Erden gab, gegen den keine Anklage erhoben werden konnte, dann war es Jesus. Wie kann es sein, dass Gott Ihn auswählt und allein bestraft? Wie erklärt Gott seinen eigenen Sohn für sündig?

Liebe Gemeinde,

Es gibt einen Ort, an dem ich mit dem Finger zeigen und sagen kann: So sieht Sünde aus! Da ist der Sünder aller Sünder! Aber wenn du das tust, musst du zwei Dinge bewusst wissen. Zuerst musst du wissen, was Sünde bedeutet. Und zweitens: Du musst immer wieder mit dem Finger auf DEN zeigen, der alle Sünde auf sich genommen hat.

Also zunächst: Erinnerst du dich, was Sünde ist? Nein, wir sprechen nicht von Ungezogenheit, wo jemand heimlich betrogen hat, wo jemand unnötig geflucht hat oder unnötigen Groll im Herzen trägt. Wir sprechen hier nicht nur über die vielen kleinen”Sünden” (Taten), sondern über die Einzahl: die Sünde.

Wenn du weißt, was Sünde ist, dann weißt du auch, was Erlösung bedeutet. Ich erinnere mich an eine Bibelstundenserie, bei der wir drei volle Stunden, um allein über diesen Begriff zu sprechen. 

Hier sind einige Stichworte, was die Bibel unter Sünde versteht: Sünde ist die Eigenschaft des Menschen, immer nur auf sich selbst zu fokussieren. Sünde ist die Tendenz, vor Gott wegzulaufen. Sünde ist die Trennung von Gott – es ist ein Zustand. Sünde ist die tiefe Erfahrung der Einsamkeit. Sünde ist der Wunsch, selbst Gott zu sein. Sünde sind die unerfüllten Wünsche. Sünde ist die Erkenntnis, wie kaputt wir Menschen eigentlich sind. Und Sünde ist das Urteil Gottes: Gott hat sie dahingegeben in ihre eigenen Begierde. Menschen müssen leben, was sie leben wollen – und sie gehen an ihre eigenen Gier zu Grunde. Sünde ist am Ende Gottes Urteil der Trennung, Tod und Verdammnis.

Diese Erkenntnis kommt erst, nachdem ein Mensch erlöst worden ist. Dazu brauchen wir den Heiligen Geist, was die Bibel unter Sünde versteht. Wir folgen in dieser Hinsicht weder Natur, Kultur noch öffentlicher Meinung. Da finden wir zwar auch ein wenig ein moralisches Gewissen, aber das ist zu wenig. 

Einfach dazu ein Beispiel aus der eigenen Familie. Da stand meine dreijährige Tochter neben einer anderen Freundin und beobachtete sie. Meine Tochter hatte gerade gesehen, wie hoch sie selbst ist im Vergleich zu einem Lineal. Und jetzt bemerkte sie dieses andere kleine Mädchen, hob die Hand an den Kopf und rief freudig: “Schau, Papa, wir sind beide genauso groß wie ich!” J

Wir lächeln vielleicht über kleine Kinder, aber genau das tun wir alle. Wir nehmen uns selbst als Maßstab und beruhigen unser Gewissen an unseren eigenen Maßstäeben. Das tun doch alle, oder? – dass wir unsere eigenen Urteile fällen und alle anderen nach unseren eigenen Erfahrungen beurteilen. Und auch das Verhalten anderer Menschen um mich herum kann ich nur mit eigenen Augen beurteilen. Wir kommen nicht aus uns selbstheraus. Und dieser Zustand nennt die Bibel: Sünde.

Erst wenn der Geist Gottes über uns kommt, uns zu neuen Einsichten führt und uns erneuert, erkennen wir, wovon Gott uns tatsächlich befreit hat. Kommen wir daher zum positiven Bild des Menschen, der neuen Schöpfung.

Wie spricht Paulus von einen neuen Menschen, eine neue Schöpfung! Wovon spricht Paulus?

Hier schauen wir auf das Kreuzesgeschehen. In Jesus wurde Gott Mensch. Dort am Kreuz sehen wir, was es bedeutet, Mensch zu sein. Jesus wird daher der Sohn des Menschen genannt, weil er den Menschen als solchen darstellt.

Da ist Er in dem Zustand, in dem wir uns alle befinden. Dort nahm er sich die sündige Existenz auf sich… 

Und Gott verurteilt IHN mit allem Ernst und Gericht. Dort stirbt der Mensch seinen Tod. Dort endet die Sünde, weil Gott das Todesurteil darüber vollstreckte. Diese Sünde musste radikal vernichtet werden! Und das Geheimnis der Kreuzereignisse ist dieses: Es ist Gott selbst in Christus, der sein eigenes Urteil hantiert.

Wenn doch der Mensch dann nach Gottes Ebenbild geschaffen ist (Genesis 1), dann stirbt Gottes Ebenbild dort am Kreuz – zumindest das, was wir Menschen aus Gottes Bild gemacht haben. Ich wiederhole: Jesus repräsentiert alle Menschen zu allen Zeiten. In Ihm konzentriert sich die Sünde (alle Sünden) an einem Ort. Dort starb die Sünde. Dort geht die Welt an ihren eigenen Übertretung und Ungehorsam zugrunde. 

Und nun können wir auch alle einzelnen Sünden noch einmal aufzählen: Dort am Kreuz werden alle Krankheit, alle Trauer und Melancholie, alle Trauer und Leiden zusammengefasst. Es war nichts Bewundernswertes oder auch nur Erstrebenswertes, nein, es war schrecklich – extrem schrecklich, absolut erschreckend. Sehen wir das am Kreuz? Es gibt keine größere Sünde als in Dem, der am Kreuz verblutet. Sechs Stunden lang hängt Er dort als zerbrochenes Ebenbild, damit alle sich in Ihm wiedererkennen können…

Es erfordert Mut, vor dem Kreuz stehen zu bleiben und zu fragen: was passiert da eigentlich? Die meisten Menschen drehen sich schnell um und gehen wieder. Es ist zu schwer, zu blutig, zu grausam – viel brutaler, als Mel Gibson es in seinem Film oder irgendjemand sonst jemals darstellen kann. So ernst nimmt Gott die Sünde; so radikal bestraft Gott die Sünde, bis sie völlig vernichtet ist.

Ebenso müssen wir auch den zweiten Satz hinzufügen: Aber es gibt nichts so tröstlich, dass du, wenn du das Kreuz ansiehst, weißt, dass deine Sünde auch da ist – und nicht mehr bei dir. Also, wenn das wahr ist: Dort ist meine Sünde, dann bin ich ja frei, dann bin ich doch unschuldig, dann bin ohne Sünde. In IHM bin ich vollkommen.

Und deshalb ist jetzt der zweite Schritt, den du und ich tun müssen. Wenn wir mit dem Finger auf Ihn zeigen, dann nicht mehr woanders. Was am Kreuz geschah, ist, dass Gott in Jesus die Welt mit sich selbst versöhnte. Und wenn du und ich als Menschen frei von allen Sünden geworden sind, dann sind wir wieder gutes Ebenbild, wie Gott den Menschen von Anfang geschaffen hat, nicht wahr?

Eine Person, die von Christus befreit wurde, ist ein Ebenbild Gottes. Eine Person, die durch die heilige Taufe eins mit Christus geworden ist, ist ein neues Geschöpf. Deshalb, soerklärt Paulus, sehen wir einander als neue Menschen. Praktisch bedeutet das, wenn ich nun eine Schwester oder einen Bruder sehe, der eins mit Christus ist, etwas von Christus sehe. Die Sünde ist fort! Wo ist seine / ihre Sünde? Am Kreuz. 

Paulus schreibt: 

Ab jetzt beurteilen wir also niemanden mehr nach menschlichen Maßstäben. Obwohl wir Christus früher nach menschlichen Maßstäben gerichtet haben, richten wir ihn jetzt nicht mehr so. Jemand, der Christus gehört, ist eine neue Schöpfung. Das Alte ist wegSiehe, das Neue ist gekommen.

2Co 5:16  No longer, then, do we judge anyone by human standards. Anyone who is joined to Christ is a new being; the old is gone, the new has come. All this is done by God, who through Christ changed us from enemies into his friends and gave us the task of making others his friends also. (Good News Bible)

Nein, es geht hier nicht um menschliche Freundschaft – das ist auch wunderbar, wenn Christen in der Gemeinde auf Freunde sind. Aber mehr noch: Wir sind alle in Christus Brüder und Schwestern; wir gehören zu einer Glaubensfamilie. SO sehen wir euch, schreibt Paulus, und so solltet ihr Korinther uns auch sehen. Betrachtet einander nicht mehr als nur Klaus, oder Tante Klara oder Philimon oder misses Johnes; nicht mehr als „nur“ Menschen, sondern wir sind eins in seinem Leib, Kinder Gottes.

Und nun der letzte Gedanke: der Aufruf zur Versöhnung.

Wie können wir Spaltungen, negative Kritik oder Spannungen in der Gemeinde überwinden? Paulus bezieht sich auf das Zentrum des christlichen Glaubens: Lasst euch versöhnen mit Gott!

Schau nicht auf andere Menschen, auf ihre Erfolge oder Fehler mit deinen Maßstäben, sondern wie Gott diese Person beurteilt und begnadigt in Christus. Schau nicht auf die Probleme oder Spannungen, sondern auf das Kreuz und erkenne:

Was Gott für dich und mich getan hat, für die Welt, ja, das ganze Kosmos – das ist der Inhalt von Paulus’ Aufruf. Wer versöhnt ist mit Gott und mit sich selbst, kann gelassen an die Probleme herangehen.

[Schließlich war es notwendig, denn einige in der Gemeinde von Korinth stellten Paulus’ Amt als Apostel in Frage. Und Paulus erklärt, dass er nicht anders kann, als diese Botschaft der Versöhnung in die Welt zu tragen. Es gibt noch Gnadenzeit! Die neue Schöpfung hat bereits begonnen. Klammere dich nicht länger an die alte Welt, an den alten Lebensstil, an Dinge, die vergehen.

Und wenn du fragst: “Was macht dein Pastor eigentlich? Was sollte er tun? Was ist seine Priorität?” – dann höre zu, was geschrieben steht: Wir handeln daher als Gesandte Christi, und es ist Gott, der dich durch uns anspricht. Wir bitten dich im Namen Christi: Versöhne dich mit Gott!

Sind es nur Geistliche, hauptamtliche Pastoren, die diese Berufung haben? Es ist das Mandat der Kirche und damit die Berufung jedes Christen. Dies ist das große missionarische Kapitel des Paulus:  Christus selbst ruft durch uns zur Menschheit: “Komm, werde Teil von MIR, denn nur ICH kann dich mit Gott versöhnen.”]

Und weißt du, was Versöhnung bedeutet? Versöhnung bedeutet, dass zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, zusammenkommen. Zwei Personen, die einen heftigen Kampf miteinander führen und nur deshalb verbunden sind, weil sie in Feindschaft leben, werden nun wieder Freunde. Versöhnung bedeutet, dass der heilige Gott und der sündige Mensch, die nichts miteinander zu tun haben, außer dass sie Feinde sind, nun in Christus zusammen geführt werden und wieder Freunde werden. 

Und das geschieht am Kreuz. 

Jetzt gibt es Frieden, jetzt gibt es Harmonie, jetzt hat die neue Schöpfung begonnen. Nichts wird uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus, unserem Herrn, ist. Amen.

Möge Gott geben, dass wir im Geist immer tiefer in das Geheimnis des Christus eindringen und so Ihm gleich werden, in Seinem Leiden und in seiner Auferstehung, und so in die vollkommene Herrlichkeit dringen, die bereits für uns vorbereitet wurde. Und möge der Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt, euch bewahren in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.


Tagesspruch
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Johannes 3, 16

Introitus – Nr. 28 (Johannes 1, 29; Psalm 22, 2 u 20)

Epistel

Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.] Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

2. Korinther 5, [14b – 18] 19 – 21

Hauptlied
Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld 158

Evangelium

Pilatus überantwortete Jesus, dass er gekreuzigt würde. Sie nahmen ihn aber, und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der König der Juden. Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern, dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Als aber die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch das Gewand. Das war aber ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück. Da sprachen sie untereinander: Lasst uns das nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt: „Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.” Das taten die Soldaten. Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und steckten ihn auf ein Ysoprohr und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied.

Johannes 19, 16 – 30