Alle Jahre wieder kommt das große Fest

Alle Jahre wieder kommt das große Fest Jugendtag & Posaunenfest, 15.&16. Juni 2019

Anstatt ein Nachwort, ist vielleicht auch ein Vorwort angebracht, bevor über „tausend“ Menschen über die Berge zu uns ins Tal der „tausend“ Lieder kommen. Da haben wir die langen Arbeitslisten für Stühle, Küche, Partys, Müllabfuhr, Parkplatzverwaltung, Stromversorgung, Programmverteilung, Klangsysteme, Nahrung. Für den Jugendtag ja noch mehr Aufwand auf dem Sportfeld, Unterkunft, Verpflegung – für was? Was bringt so ein Fest?

Schon zu Pharao sagte Gott: Lass mein Volk ziehen, dass es mir ein Fest halte (Exodus 5:1; 10:9 u.a.) Sodann wurden dem alten Volk Israel viele Anweisungen vorgelegt, ein Fest nach dem anderen zu halten, und zwar wiederholt, jährlich mit allen Ritualen. Der Sinn der damals war ist vielfältig:

  • Erinnerung an historische Ereignisse, Identität.
  • In bestimmter Hinsicht Wiederholung des Ereignises (z.B. Auszug aus dem Land der Sünde)
  • Gemeinschaft untereinander, Wiedersehen und miteinander beisammen sein
  • Lernen und Hören aufs Wort, sich stärken und zurüsten für die Zukunft durch Segnungen
  • Am wichtigsten: Gott begegnen durch Opfer, Gottesdienste, Lobpreis und Anbetung – als Einheit, als ein Volk, eine Gemeinschaft.

Und wenn dás geschieht, dann ist das Fest gelungen. Ja, dann sagen wir, ist uns das hunderttausende Rande Wert (wenn wir alle Benzinkosten der Gäste mit verrechnen), denn Gott teilt sich selbst mit auch durch diese großen Gemeinschaftsfeste.

Ja, natürlich gibt es da auch die Schattenseiten dieser Feste wie zur Zeit des alten Israel wie z.B.: ein verdächtiger Volksnationalismus schlich sich ein, vorschriftliche Gesetze und Rituale wurden wichtiger als der Inhalt, sicherlich wurden damals auch dunkle Geschäfte aus dem Tourismusbetrieb gemacht usw. – wogegen die damaligen Propheten auch gepredigt hatten. Wir kennen unsere Schattenseiten, oder?

Die Antwort ist nicht Abschaffen oder bloße Kritik sondern Wiederentdeckung der eigentlichen Werte.
In den Gemeindekreisen sind wir dabei, auf die FELSiSA Kernwerte hinzuweisen mit dem Zweck, in Zukunft eigene „Vision & Mission“ zu erarbeiten. Diese sind in diesem Block-Schema zusammengefasst.

Das hat nur indirekt was mit einem Fest zu tun, aber sollte sich auch in der Gestaltung dieses synodalen Festes wiederspiegeln. In diesem Jahr ist hauptsächlich die Gemeinde Lüneburg das Gesicht dieser Feier. Selbstverständlich sind es am Jugendtag die Jugend und am Posaunenfest die Bläser, die im Vordergrund stehen. Unser Dienst im Hintergrund an alle Teilnehmer wirkt ansteckend und schafft den Raum, in dem Gott sein Werk tun kann. Und wenn ER sein Werk tut, dann haben wir doch Grund zum fröhlichen Feiern, zur gemeinsamen Freude und dankbarer Arbeit. Gebe Gott Seinen Segen dazu.
Pastor Klaus-Eckart Damaske