Lebenslauf von Elisabeth Niebuhr

Am 1.10.1935 wurde Elisabeth Niebuhr als 2. von 7 Kindern der Bauersleute Friedrich und Anna Schnackenberg, in Selsingen/Deutschland, geboren.

Am 13.10.1935 wurde sie in Farven getauft und am 6.4.1950 dort auch konfirmiert. Sie bekam den Spruch aus Jes.54.10 –Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen aber meine Gnade wird nicht von dir weichen spricht der Herr dein Erlöser.

Elisabeth schrieb ihre Lebensgeschichte zum Teil selbst auf unter dem Leitvers: Weise mir Herr deinen Weg- geführte und gegangene Wege.
So erzählte sie dass bei einem Missionsfest in Selsingen Gott sie vorbereitete auf den Weg ins Missionsfeld. Als sie dann Stillfried kennenlernte und er sie später bat seine Frau zu werden, sie ohne Zögern zusagte. So nahm sie Abschied von bekannten und vertrauten Wegen.

Der 1. neue, zwar ungeteerter Weg fürte durch die Dornen, über „corrugations“ und einer Palmenallee nach Schwarzwald zu der zukünftigen, noch unbekannten Schwiegerfamilie.

Am 13.5.1960 begann der gemeinsame Lebensweg von Stillfried und Elisabeth. Durch das Erlernen der Zulusprache konnte Elisabeth die 1.Schritte auf dem Weg zu den Herzen der Menschen, ganz andersartiger Kultur, machen. In gleicher Weise zeigte und führte Gott sie immer wieder neue, unbekannte Wege und damit zu neuen Aufgaben die ungewöhnlich schienen als Aufgaben eines Missionars oder einer Missionarsfrau wie z.B. die Krankenarbeit, Alkoholikerarbeit und Schularbeit.

Diese diakonischen Wege waren voller Stolpersteine und Bedrohungen. Elisabeth sorgte auf allen Wegen immer für die richtige, stärkende Wegzehrung. Die unzähligen Gäste – geladene und unerwartete- genossen ihr schmackhaftes Essen und die Begegnungen wurden Elisabeth auch zur Wegzehrung. Die Lehre die sie als Hauswirtschaftsleiterin abgeschlossen hatte, kam ihr lebenslang zu gutem Nutzen. Aber nicht nur körperliche Wegzehrung gab sie mit sondern durch ihre Liebe zu Menschen konnte sie bis an ihr Lebensende interessiert am Ergehen vieler Menschen teilnehmen.

Viele Wege zu verschiedenen Behörden, in ihrer Dienstzeit auf Dirkiesdorp, erwiesen sich als vergeblich und erschöpfend. Doch Gott half immer zur rechten Zeit und schickte Wegbegleiter die ihnen auch in persönlicher Weise weiterhalfen.

Eine schwere Wegstrecke begann mit dem Anfang des Ruhestandes und dem Umzug nach Paulpietersburg wo sie bis Oktober 2016 wohnten. Elisabeth machte sich gern mit einem kleinen Gruß auf den Weg zu vielen Menschen in Paulpietersburg und wurde ihnen damit zum Wegbegleiter. Ihrerseits wurden sie dadurch schnell heimisch. Sie fühlten sich umgeben von lieben Freunden. An dieser Wegstrecke dachten sie immer wieder mit großer Dankbarkeit zurück.

Nochmal zeigte Gott ihnen voller Liebe die letzte Wegstrecke die Elisabeth Niebuhr und Stillfried Niebuhr in Pretoria ablegten. Diese Wegstrecke war nur noch kurz und die Schritte mühsam geworden die in den Garten bei Familie Johannes, zu den Gottesdiensten und zum Altenabendmahl gingen. Besuche u.a.von Kindern und Enkelkindern, auch lange Telefongespräche mit den Töchtern,tägliche Andachten mit gesungenen Gesängen, gemeinsame Kaffeezeiten waren wie Blumengrüße an diesem Weg.

In allem hat Elisabeth gedankt und Gott gelobt und bis Donnerstag vor ihrem Tod in der Morgenandacht „geübt“um das vieltausend Halleluja im höheren Chor mitzusingen.

Nun darf sie schauen was sie geglaubt hat. Die Familie von Elisabeth und Stillfried Niebuhr danken der Gemeinde Lüneburg sehr herzlich für die Organisation von der Beerdigung und das anschließende Versorgen mit allerhand zu essen und trinken. Wir schätzen es sehr.

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