Interview von Pastor Klaus & Antje Damaske mit Tochter Simone

Erzählt uns von euren Eltern
Pastor Klaus Damaske: Frisch „im ortiert“ aus Ost Berlin 1956, lernte mein Vater Sprachen für seinen Missions-einsatz. Meine Mutter aus der Lünerburger Heide kam 2 Jahre später. Sie heirateten in Kirchdorf und wurden zwischen irgendwo und nirgendwo hingesandt. Auf der Missionsstation Botschabelo dicht bei Coligny wurden 7 der 8 Kinder geboren. 1970 wurde mein Vater versetzt nach Rustenburg um den, von der Apartheitsregierung umgesiedelten Stamm nachzugehen.

Aus der einen Gemeinde entstanden 17 neue, wovon vielleicht noch 5 aktiv sind. Er leitete die ganze Posaunenarbeit in der LCSA und Frauenarbeit in West-Transvaal. Also seit 1970 waren wir Mitglieder der Pretoria Gemeinde, Arcadia. 1987 musste mein Vater in den Frühruhestand (burnout) und die Eltern siedelten 1990 um nach Pretoria. Bald danach wurde Parkinson bei meiner Mutter festgestellt; sie war eine Glaubensheldin über die ganzen Jahrzehnte. Die Eltern sind beide schon bei unserem himmlischen Vater.

Antje: Meine Mutter ist in Ostdeutschland (jetzt Polen) geboren und ist als 8 Jähriges Mädchen mit ihrer Großmutter nach Norddeutschland geflüchtet. Sie wuchs dann in Friedrichstadt in der Nähe von Husum auf wo mein Vater auch wohnte. Mein Vater war auch Waisenkind (seine Mutter starb als er 4 war und sein Vater fiel im Krieg als er 8 Jahre alt war). Meine Eltern kannten sich zwar als Jugendliche, aber die Freundschaft wurde erst ernst als mein Vater mit 21 Jahren (1954) , als Rosengärtner nach Südafrika auswanderte und sie 3 Jahrelang Brieffreunde waren.

Meine Mutter folgte dem Heiratsantrag und sie heirateten 1957 in Philippi im Kap, knapp eine Woche nachdem meine Mutter, nach 6 wochenlanger Schiffsreise in Kapstadt ankam. Ich habe meine Eltern immer bewundert was sie alles durchgemacht haben und was sie alles aufgeopfert haben in den ersten Jahren in Südafrika.

Wo bist du geboren und aufgewachsen?
Pastor Klaus Damaske: Ich bin in Coligny geboren und wuchs dort auf bis zum 4. Lebensjahr. Danach zogen wir nach Rustenburg.
Antje: Ich bin in Pretoria geboren und geblieben. Für 2 Jahre wohnten Klaus und ich in Deutschland.

Wieviele Geschwister hast du?
Pastor Klaus Damaske: Ich bin der Zweitjüngste von 8 Kindern.
Antje: Wir sind 6 Geschwister wovon ich die Jüngste bin.

Was ist dein Konfirmationsspruch?
Pastor: Philipper 1 vers 8
Antje: 1. Korinther 13

Wo habt ihr euch kennengelernt?
Bei verschiedenen Jugendkreisen wo wir als Studenten oft waren.

Wann habt ihr geheiratet?
Am 1. April 1991, Ostermontag in Pretoria.

Was schätzt ihr aneinander?
Pastor Klaus Damaske: Einfach ihr ganzes Wesen, multitalentiert und den Beistand den sie mir immer gibt.
Antje: Seine natürliche Art, Ehrlichkeit, sein Zuhören und seine liebevolle Art wie er mit unseren Kindern ist – einfach alles!

Damaske Familie

Was wolltest du immer als Kind werden?
Pastor: Pilot (Kampfflieger)
Antje: Lehrerin

Erzähle eine schöne Erinnerung aus deiner Kindheit?
Pastor: Wir haben viel und intensiv ges ielt, oft „gefighted“, meistens arm aber doch reich an Erlebnissen; es war nicht immer leicht, „to be on the end of the foodchain“ mit 6 älteren Geschwistern, aber die haben auch viele Türen vor mir im Leben geöffnet. Ich hatte aber auch viele Freunde in Kroondal & Rustenburg.
Antje: Es war immer schön die Jüngste von vielen Kindern zu sein. Ich hatte nie Langeweile, denn es war immer jemand da um mit zu spielen oder zu erzählen. Familienspieleabende waren auch besonders und meine erste Reise nach Deutschland in 1986.

Welche Berufsausbildung hast du?
Pastor: Theologie (Militär, usw)
Antje: Analytische Chemie

Erzähle uns von eure Zeit in Deutschland
Pastor: Viele gute Bekanntschaften gemacht, im 2. Jahr viel rumgereist; interessante Studiengänge; die Südafrikaner haben immer für „action“ gesorgt.
Antje: Wir waren sehr dankbar für die 21 Monate die wir gemeinsam in Deutschland verbringen konnten. Klaus hat sein Zusatzstudium in Oberursel gemacht und ich habe zuerst als Kinderbetreuerin gearbeitet, aber dann durch Gespräche und Verweisungen bekam ich eine sehr gute Arbeit bei Hoechst in Wiesbaden, wo ich im Anwendungsbereich der Lackforschung arbeiten durfte. Dass ich diese Arbeit bekam, empfand ich als ein Wunder Gottes, denn mein damaliger Chef setzte sich sehr für mich ein den Posten zu kriegen.

Welche Person hat dein Leben besonders geprägt?
Pastor: Meine Eltern, Jugendlager, einige Pastoren, Bücher (Philosophen) aber bis heute besonders meine Frau!!
Antje: Meine Eltern und meine Mathelehrerin in der Hochschule.

Was ist das Wichtigste, das ihr von euren Eltern gelernt habt?
Pastor: Hingabe – sich einsetzen und den Segen Gott überlassen; mit wenig glücklich sein.
Antje: Meine Elterns Ehrlichkeit und Respekt zueinander. Meiner Mama war es sehr wichtig, dass man gut rechnen kann.

Was ist dein Lieblingsessen?
Pastor: Was auch immer da ist; mit guter Gesellschaft.
Antje: Meine Mama konnte gut kochen und ich liebte ihre Fleisch Rouladen und Goulasch.

Ich esse nicht gerne….
Pastor: Bestimmte Sorten Käse
Antje: Rosenkohl – Brussel sprout

Was liest du gerne?
Pastor: Sachbücher (lese jetzt leider wenig Bücher), mehr Videos und Dokumentare.
Antje: Romane sowie Wilbur Smith und Autobiographien.

Musikalischer Vorliebe?
Pastor: Fast alles zur rechten Zeit – Orchester und Symphonic Rock.
Antje: Klassische Musik und Lieder mit einem schönen Text.

Was sind eure Hobbies?
Pastor: akademische Fortbildung (Internet) besonders zu Themen Gemeindebau und Ehe, und was gerade dran ist (Politik, Evolution, Geschichte, Frauenstimmrecht)
Antje: backen, Garten und nähen, lesen.

Was lässt dich lachen?
Pastor: Menschen – Gott hatte wohl Humor als er die Menschen (mich) geschaffen hat.
Antje: Was Kinder so machen und sagen.

Was macht dich wirklich glücklich?
Pastor: Die Wunder Gottes zu sehen und zu erleben.
Antje: Wenn Menschen, die einem nahe sind, glücklich sind.

Was ist dein Lebensmotto?
Pastor: Das Leben ist ein Abenteuer; und so viel mehr mit dèm, der das Leben selber ist.
Antje: Aus der Dankbarkeit zu leben!

Wo ich gerne Ferien mache..
Pastor: Was ist das „Ferien“?? Ha-ha! Wo immer es etwas zu entdecken gibt.
Antje: Wo es ruhig ist, wenig Verkehr ist und wo man wandern kann – also Lüneburg!

Erzählt uns von euren Kindern
Kirstin ist mit Lothar Köhne verheiratet und sie wohnen in der Wartburger Gegend.
Inge studiert als Grundschullehrerin in Pretoria.
Tobias studiert Betriebswirtschaft(Business Economics) in Berlin.
Katja lebte leider nur vier Tage.
Simone ist unser Nestkücken und ist in Klasse 6 in der Lüneburger Schule. Sie hilft uns in die Gemeinschaft reinzukommen.

Womit kann man dir eine Freude machen?
Pastor: Rocher Schokolade
Antje: Irgend etwas das spontan kommt sowie eine Überraschung, und Mon Cheri Schokoladen.

Stell dir vor du könntest dich mit einer biblischen Person treffen. Wen würdest du dir aussuchen? Was wüdest du die Person fragen?
Pastor: Paulus bzw Gott: Wenn wir alle den EINEN Hl Geist haben – warum denn die Zerstrittenheit?
Antje: Jesus – ich würde gerne wissen, wieso da so viel Leid ist.

Wer oder was würdest du auf eine Insel mitnehmen?
Pastor: Meine Frau und mein Laptop! (mit Satelitempfang) ☺
Antje: Meinen Mann OHNE Laptop!!

Was können wir tun damit unsere Kinder im Glauben wachsen?
Pastor: Einander von ganzem Herzen lieben, denn die Liebe baut auf (und schließt das Gesetz ein).
Antje: Ein Vorbild sein und für sie beten, teilhaben an ihrem Leben.

Was möchtest du den jungen Leuten heute gerne sagen?
Pastor: Nicht Angst haben vor Lebensfragen – das Leben ist ein Abenteuer! Gott hat Großes mit dir vor!
Antje: Sich selber lieben zu lernen und zu schätzen als Gotteswunder damit man die Liebe auch anderen weiter geben kann.

Was hilft dir näher zu Gott zu kommen?
Stille Zeit zu haben und anderen in ihren Krisen beizustehen.

Was wünscht ihr euch für die Gemeinde?
Pastor: Viele Mitarbeiterkreise – dass álle mit ihren verschiedenen Gaben einander únd die Welt bereichern.
Die neue Halle ist zwar ganz nett, aber stell dir vor, wir beginnen eine Bibelschule für Mitarbeiter …
Antje: Wir sind sehr dankbar hier sein zu dürfen und freuen uns alle besser kennen zu lernen. Ich wünsche mir für die Gemeinde, dass wir die Liebe Gottes spürbar weiter geben, einander dienen und unterstützen und, dass die Abgefallenen und Fremden sich auch hier wohl fühlen und hier ein geistliches Zuhause finden.

 

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